News

Förderung von privaten E-Ladestationen

Die Förderung von privaten Ladestationen - auch Wallbox genannt - läuft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und beinhaltet einen Zuschuss von bis zu 900 Euro für jeden Ladepunkt. Das dafür zuständige Förderprogramm nennt sich „KfW - Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (440 Zuschuss) und ist auf der Seite www.kfw.de zu finden. Voraussetzungen sind unter anderem: die Ladestation hat genau 11 kW Ladeleistung. Die Ladestation kann intelligent gesteuert werden und mit anderen Komponenten des Stromnetzes kommunizieren. Die zu installierende Wallbox muss sich auf der KfW-Liste befinden. Die Liste befindet sich ebenfalls auf der Seite des KfW-Förderprogramms 440. Zu beachten ist: der Zuschuss ist vor Beginn des Vorhabens vom Träger der Investitionsmaßnahme zu beantragen. Eine Antragsstellung kann auf der Seite der KfW erfolgen.

Klimaschutzprogramm

Anfang Oktober 2019 verabschiedete die Bundesregierung ihr Klimaschutzprogramm. Nachfolgend die wichtigsten Regelungen.

Der Festpreis für Verschmutzungsrechte, der sog. CO2-Preis, soll ab Januar 2021 für Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas auf 25 Euro festgelegt werden. Danach steigt der Preis in Fünf-Euro-Schritten bis zu 55 Euro im Jahr 2025 an. Dies betrifft in erster Linie die Unternehmen. Heizen und Tanken wird unterm Strich jedoch teurer werden.

Ab dem 1. Januar 2020 stieg die Umlage für Ökostrom - die EEG-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - leicht auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde an. Sie fördert Anlagen, die Strom aus Wind, Wasser und Sonne produzieren.

Im Gebäudesektor hat das Bundeskabinett am 23. Oktober auch den Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Das Gesetz fasst das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) und die bisherige Energieeinsparverordnung zusammen. Als Energiestandard wird das Niveau der EnEV 2016 beibehalten. Neu ist mit §72 Absatz 4 das mit dem Klimaschutzprogramm beschlossene teilweise Verbot von Ölheizungen ab 2026. Es gilt allerdings nur, wenn eine rein fossil betriebene Anlage durch eine solche ersetzt wird. Werden in einem Bestandsgebäude gleichzeitig auch erneuerbare Energien verwendet, gilt das Einbauverbot nicht. Wer also eine Heizungsmodernisierung mit effizienter Öl-Brennwerttechnik geplant hat, kann dies weiterhin bis Ende 2025 tun. Ab 2026 dürfen Sie Öl-Brennwerttechnik nur noch einbauen, wenn Sie beispielsweise Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen mit einbinden.

Durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wird ab Januar 2020 der Einbau eines intelligenten Stromzählers, sog. "Smart Meter", für private Haushalte verpflichtend. Dies betrifft in erster Linie Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden. Für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch unter 6.000 Kilowattstunden gilt dies vorerst nicht. Die alten, analogen Stromzähler müssen jedoch bis zum Jahr 2032 nach und nach gegen digitale Stromzähler ausgetauscht sein.

Im Gegenzug werden Förderungen und Entlastungen in verschiedenen Bereichen aufgelegt. So werden zum Beispiel energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029 durch einen Abzug von 20 Prozent der Aufwendungen von der Steuerschuld gefördert. Abzugsfähig sind Einzelmaßnahmen wie zum Beispiel die Dämmung von Wänden und Dächern, der Einbau moderner Heizungen und Fenster sowie die Kosten für Energieberater.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Förderung für Wärmepumpen im Januar 2020 vereinfacht und erhöht. Mit 35 Prozent wird nun ein fester Anteil der förderfähigen Kosten wie etwa die Installation oder die Inbetriebnahme gezahlt. Das Thema der Wärmepumpen soll in diesem Artikel nur kurz angerissen und in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher behandelt werden.

Wer von Gasheizungen auf Anlagen mit erneuerbaren Energien wie etwa Holzpelletkessel umsteigt, wird mit 35 Prozent bezuschusst. Wer neue Gasheizungen mit erneuerbare Energien kombiniert, erhält einen Zuschuss von 30 Prozent. Bei entsprechendem Umstieg von einer Ölheizung gibt es 10 Prozent mehr.

Unternehmen, die zu Klimaschutz und Ressourcenschonung beitragen, können jedes Jahr in mehreren Runden vom Wettbewerb Energieeffizienz profitieren. Die Projekte der Teilnehmer, die das beste Verhältnis von beantragter Fördersumme zur erwarteten CO2-Einsparung haben, können gefördert werden. Gefördert werden alle im Ranking, bis das Budget für die jeweilige Runde ausgeschöpft wurde. Alle anderen können es in der nächsten Runde erneut probieren.

Durch das sog. Jahressteuergesetz (Art. 8 des Gesetzes mit § 3 Nr. 32 GewStG) werden Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung bis zu 10 Kilowatt von der Gewerbesteuerpflicht befreit. Die Änderung gilt nach Inkrafttreten des Gesetzes bereits für den Erhebungszeitraum 2019. Dadurch fällt für diese Betreiber auch die gesetzliche Mitgliedschaft gem. § 2 Abs. 1 IHKG in der IHK weg. Die Eintragung in das sog. Marktstammdatenregister ist nach wie vor für Erneuerbare Energieanlagen verpflichtend, da dies förderrelevant ist.

Im Verkehrssektor soll ab dem 1. Januar 2020 Bahnfahren günstiger werden. Dafür wird der Mehrwertsteuersatz auf Fahrkarten im Fernverkehr von 19 Prozent auf sieben Prozent gesenkt. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Absenkung eins zu eins an die Fahrgäste weiterzugeben. Im Gegenzug steigt ab April 2020 die Luftverkehrsteuer. Für die Anschaffung rein elektrischer Nutzfahrzeuge und elektrisch betriebener Lastenfahrräder wird zum 1. Januar 2020 eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung eingeführt. Die Regelung gilt bis Ende 2030.

 

Zeiten

Allgemeine Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag:
08.00 – 12.00 Uhr
Dienstag Nachmittag:
14.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag Nachmittag:
14.00 – 17.00 Uhr
Freitag:
08.00 – 12.30 Uhr

Kontakt

Zentrale:
Telefon: 0 83 21 – 80 08 0
Telefax: 0 83 21 – 80 08 50

mailto:blaichach@blaichach.de